Eine Frau steht mit nassen Füßen im Keller, der Wasserhahn der Waschmaschine tropft nicht mehr, er spritzt. Sie nimmt das Handy und tippt „Klempner in der Nähe“. Google zeigt eine Karte mit drei Betrieben, darunter Sterne, Öffnungszeiten, ein Knopf zum Anrufen, ein Knopf zur Website. Sie entscheidet sich in weniger als einer Minute. Der Sanitärbetrieb zwei Straßen weiter, der seit zwanzig Jahren hervorragende Arbeit macht, ist nicht dabei. Er hat ein Profil – angelegt vor sechs Jahren, mit einer alten Telefonnummer, ohne Fotos, mit einer unbeantworteten Zwei-Sterne-Bewertung von 2021.

So beginnen heute viele Aufträge für Handwerker, Praxen, Kanzleien und Händler: nicht auf der Website, sondern in Google Maps und bei Suchen mit „in der Nähe“. Das Google Unternehmensprofil ist für lokale Betriebe oft der erste Kontaktpunkt überhaupt. Es bringt aber erst dann Anfragen, wenn zwei Dinge stimmen: Das Profil ist sauber gepflegt, und es verweist auf eine Website, die den Besucher abholt und zur Anfrage führt. Wer sein Google Unternehmensprofil optimieren will, sollte deshalb immer beides denken. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum die Konkurrenz in der Karte auftaucht und Sie nicht, welche Einstellungen wirklich zählen – Kategorie, Leistungen, Einzugsgebiet, Firmendaten, Fotos, Beiträge, Bewertungen –, welche Seite Sie im Profil verlinken sollten, warum ein gepflegtes Profil auch für KI-Antworten wichtig ist und wie Sie ohne Technik-Kenntnisse mit einer Stunde im Monat dranbleiben.

Warum taucht mein Unternehmen bei Google Maps nicht auf – obwohl die Konkurrenz es tut?

Die kurze Antwort: Google zeigt in der Karte die Betriebe, die es für die jeweilige Suche für am passendsten, am nächsten und am bekanntesten hält. Genau diese drei Gruppen von Signalen nennt Google in seiner Hilfe zum Unternehmensprofil: Relevanz (passt das Profil zur Suche?), Entfernung (wie weit ist der Betrieb vom Suchenden oder vom gesuchten Ort entfernt?) und Bekanntheit (wie bekannt ist der Betrieb, etwa durch Bewertungen, Erwähnungen im Netz und die eigene Website?). Taucht Ihre Konkurrenz auf und Sie nicht, liegt es fast immer an einem dieser Punkte:

  • 1. Es gibt gar kein Profil, oder es ist nicht bestätigt und damit nicht unter Ihrer Kontrolle.
  • 2. Die Hauptkategorie passt nicht zu dem, wonach Ihre Kunden suchen.
  • 3. Leistungen, Beschreibung und Einzugsgebiet sind leer oder unvollständig.
  • 4. Name, Adresse und Telefonnummer weichen zwischen Profil, Website und Verzeichnissen voneinander ab.
  • 5. Das Profil wirkt verlassen: keine echten Fotos, keine Beiträge, alte Öffnungszeiten.
  • 6. Es gibt wenige oder alte Bewertungen – und keine Antworten darauf.
  • 7. Das Profil verweist auf keine Website oder auf eine, die zur Suche nichts zu sagen hat.

An der Entfernung können Sie nichts ändern. Wer drei Kilometer weiter sitzt als der Wettbewerber, hat bei einer Suche direkt vor dessen Tür einen natürlichen Nachteil. Bei Relevanz und Bekanntheit dagegen haben Sie viel in der Hand – und genau dort sind die meisten Profile kleiner und mittlerer Betriebe erstaunlich schwach. Ehrlich dazugesagt: Eine bestimmte Position in der Karte kann Ihnen niemand seriös zusagen. Aber ein lückenhaftes Profil sorgt zuverlässig dafür, dass Sie gar nicht erst in Frage kommen. Wenn auch Ihre Website selbst kaum gefunden wird, lohnt sich zusätzlich ein Blick in unseren Beitrag Website wird bei Google nicht gefunden? 8 Ursachen.

Das Unternehmensprofil entscheidet, ob Sie in der Karte vorkommen. Die Website entscheidet, ob aus dem Klick eine Anfrage wird. Wer nur eines von beiden pflegt, verschenkt die Hälfte.

Kategorie, Leistungen und Einzugsgebiet: das Fundament

Bevor Sie an Fotos oder Bewertungen denken, muss das Profil Google klar sagen, was Sie tun und wo Sie es tun. Das sind die Angaben mit dem größten Einfluss auf die Relevanz – und die, die am häufigsten falsch oder halb ausgefüllt sind.

Die Hauptkategorie: so genau wie möglich

Jedes Profil hat genau eine Hauptkategorie und kann einige weitere Kategorien bekommen. Die Hauptkategorie ist die wichtigste einzelne Angabe. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft am genauesten beschreibt – nicht die allgemeinste. Ein Betrieb, der vor allem Bäder saniert, ist mit „Badsanierung“ oder „Sanitärinstallateur“ besser beschrieben als mit „Bauunternehmen“. Eine Fachanwältin für Arbeitsrecht wählt „Anwalt für Arbeitsrecht“ statt nur „Rechtsanwalt“. Eine Zahnarztpraxis mit Schwerpunkt Kieferorthopädie prüft, ob „Kieferorthopäde“ die treffendere Hauptkategorie ist.

Ein einfacher Weg zur richtigen Wahl: Suchen Sie nach Ihrer wichtigsten Leistung in Ihrer Stadt und schauen Sie, welche Kategorie bei den Betrieben steht, die oben in der Karte erscheinen. Die Kategorie wird in der Karte direkt unter dem Namen angezeigt. Weitere Kategorien nutzen Sie nur für Leistungen, die Sie wirklich regelmäßig anbieten. Zehn Kategorien „zur Sicherheit“ machen das Profil nicht stärker, sondern unschärfer.

Leistungen und Beschreibung: in der Sprache Ihrer Kunden

Im Bereich Leistungen beziehungsweise Produkte können Sie einzelne Angebote eintragen, oft mit kurzer Beschreibung. Nutzen Sie das. Schreiben Sie die Leistungen so, wie Kunden danach suchen: „Bodengleiche Dusche einbauen“, „Heizungstausch im Altbau“, „Erstberatung Kündigungsschutz“, „Professionelle Zahnreinigung“. Die Unternehmensbeschreibung ergänzt das in wenigen Sätzen: was Sie tun, für wen, in welcher Gegend und was Sie unterscheidet. Ohne Werbefloskeln, ohne Großbuchstaben, ohne Telefonnummern oder Links im Text – das lässt Google nicht zu.

Einzugsgebiet: ehrlich statt maximal

Betriebe, die zu ihren Kunden fahren – Handwerker, Pflegedienste, Reinigungsfirmen, mobile Dienstleister –, können ihre Adresse im Profil ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet aus Orten, Postleitzahlen oder Regionen angeben. Tragen Sie dort die Orte ein, in denen Sie tatsächlich arbeiten. Das Einzugsgebiet hilft Besuchern, sofort zu sehen, ob Sie für sie in Frage kommen. Es ist aber kein Hebel, um in jeder Stadt im Umkreis von hundert Kilometern in der Karte zu erscheinen; die Entfernung zum echten Standort bleibt ein Signal. Für die Orte jenseits des eigenen Firmensitzes ist die Website der bessere Hebel – wie das geht, zeigt unser Beitrag Kunden aus dem ganzen Einzugsgebiet: Ortsseiten.

Ein Wort zum Namen: Der Name im Profil muss dem echten Namen entsprechen, wie er auf Schild, Briefkopf und Website steht. „Müller Sanitär“ ist richtig, „Müller Sanitär – Badsanierung Rostock günstig“ verstößt gegen die Richtlinien. Solche Zusätze bringen kurzfristig vielleicht etwas, gefährden aber das ganze Profil, wenn Google oder ein Wettbewerber sie meldet.

Name, Adresse, Telefon: überall gleich

Im Fachjargon heißt dieser Punkt „NAP“ – für Name, Address, Phone. Gemeint ist schlicht: Ihre Firmendaten sollten überall gleich geschrieben sein, im Unternehmensprofil, auf Ihrer Website, im Impressum, in Branchenverzeichnissen, auf Bewertungsportalen und in Social-Media-Profilen. Für Google sind diese Angaben ein Abgleich: Passt das, was das Profil sagt, zu dem, was der Rest des Netzes über diesen Betrieb sagt? Je stimmiger das Bild, desto verlässlicher wirkt der Eintrag.

In der Praxis entstehen die Abweichungen fast immer durch die Geschichte eines Betriebs: ein Umzug vor fünf Jahren, eine neue Telefonanlage, ein Wechsel der Rechtsform, ein ehemaliger Mitarbeiter, der das Profil mit seiner Handynummer angelegt hat. Jede dieser Spuren liegt noch irgendwo im Netz. So räumen Sie auf:

  • Eine verbindliche Schreibweise festlegen. Firmenname mit oder ohne Rechtsform, „Straße“ oder „Str.“, Telefonnummer mit Vorwahl in einer festen Form. Schreiben Sie das einmal auf und verwenden Sie es überall.
  • Website und Profil zuerst angleichen. Kopf- oder Fußbereich, Kontaktseite und Impressum müssen dieselben Daten tragen wie das Profil. Auf der Website gehören sie als Text auf die Seite, nicht nur in ein Bild.
  • Die wichtigsten Verzeichnisse prüfen. Suchen Sie nach Ihrem Firmennamen und nach Ihrer alten Telefonnummer. Alles, was mit veralteten Daten auftaucht, korrigieren oder löschen lassen.
  • Doppelte Profile zusammenführen. Gibt es Ihren Betrieb zweimal in Google Maps, etwa mit alter und neuer Adresse, sollten Sie das Duplikat über die Profilverwaltung melden, statt beide nebeneinander stehen zu lassen.

Auf der Website hilft außerdem eine maschinenlesbare Auszeichnung nach Schema.org, etwa als LocalBusiness mit Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten. Sie ist kein Ersatz für sichtbare Angaben, macht es Suchmaschinen und KI-Assistenten aber leichter, Profil und Website eindeutig demselben Betrieb zuzuordnen.

Fotos und Beiträge: zeigen, dass hier jemand arbeitet

Ein Profil ohne eigene Fotos wirkt wie ein Laden mit heruntergelassenen Rollläden. Wer in der Karte drei Betriebe vergleicht, schaut zuerst auf die Bilder – und bleibt bei dem hängen, bei dem er sich etwas vorstellen kann. Fotos sind deshalb weniger eine Frage der Sichtbarkeit als eine Frage der Entscheidung.

Welche Fotos ins Profil gehören

  • Außenansicht und Eingang. Damit Kunden Sie finden – besonders wichtig für Praxen, Kanzleien und Läden.
  • Innenräume. Wartezimmer, Besprechungsraum, Verkaufsfläche, Werkstatt. Menschen wollen wissen, wohin sie kommen.
  • Team. Echte Gesichter schlagen jedes Logo. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter vorher um Erlaubnis.
  • Arbeit. Fertige Projekte, Vorher-nachher, das Sortiment im Regal, das Fahrzeug vor der Baustelle – mit Zustimmung der Kunden, wenn deren Haus oder Grundstück zu sehen ist.
  • Logo und Titelbild. Klar, scharf, im richtigen Format, damit das Profil auch auf dem Handy aufgeräumt aussieht.

Stockfotos und KI-Bilder haben im Profil nichts verloren. Sie widersprechen genau dem, wofür das Profil steht: Hier gibt es diesen Betrieb wirklich. Lieber zehn ehrliche Handyfotos bei Tageslicht als ein perfektes Bild, das jeder schon dreimal gesehen hat. Warum echte Bilder Vertrauen schaffen, beschreibt ausführlich unser Beitrag Bilder, die verkaufen. Ein guter Rhythmus: alle paar Wochen zwei, drei neue Fotos aus dem Alltag. Das zeigt Besuchern, dass das Profil gepflegt wird – und dass der Betrieb lebt.

Beiträge im Profil: kurz, aktuell, mit Ziel

Im Unternehmensprofil können Sie kurze Beiträge veröffentlichen: Neuigkeiten, Angebote, Veranstaltungen. Sie erscheinen im Profil und wirken wie ein Schaufenster, das gelegentlich neu dekoriert wird. Für die Platzierung in der Karte sind sie nach allem, was öffentlich bekannt ist, kein entscheidender Faktor. Für Menschen, die gerade zwischen drei Betrieben schwanken, können sie aber den Ausschlag geben.

Gute Beiträge sind kurz, konkret und haben ein Ziel: „Neue Sprechzeiten ab November: dienstags bis 19 Uhr“, „Gerade fertig: barrierearmes Bad in Reutershagen – so lief es ab“, „Jetzt Termine für den Heizungs-Check vor dem Winter frei“. Jeder Beitrag kann einen Knopf tragen, der auf eine passende Seite Ihrer Website führt – auf die Leistungsseite, den Referenzbericht, die Terminbuchung. So wird aus dem Beitrag ein Weg zur Anfrage statt einer Notiz, die nach ein paar Wochen niemand mehr sieht.

Bewertungen: bitten, antworten, aushalten

Bewertungen sind für viele lokale Suchende der wichtigste Grund, sich für einen Betrieb zu entscheiden – und sie zählen zur Bekanntheit, die Google bei der Auswahl berücksichtigt. Drei Dinge machen den Unterschied: wie Sie zu Bewertungen kommen, wie Sie darauf antworten und wie Sie mit schlechten umgehen.

Zu Bewertungen kommen

Die meisten zufriedenen Kunden bewerten nicht, weil niemand sie fragt. Machen Sie die Bitte zum festen Teil Ihres Ablaufs: nach der Abnahme, nach dem Termin, mit der Rechnung. Das Profil liefert einen direkten Link zum Bewertungsformular, den Sie per Nachricht, E-Mail oder als QR-Code auf einer kleinen Karte weitergeben können. Je einfacher der Weg, desto eher bewertet jemand.

Was nicht geht: Bewertungen kaufen, Rabatte oder Geschenke als Gegenleistung anbieten, Mitarbeiter oder Verwandte bewerten lassen – und gezielt nur die Kunden fragen, von denen Sie sicher fünf Sterne erwarten. Das verstößt gegen die Richtlinien von Google und kann bis zur Entfernung von Bewertungen oder Einschränkungen des Profils führen.

Auf jede Bewertung antworten

Antworten Sie auf Bewertungen – auf gute wie auf schlechte. Bei guten reicht ein kurzer, persönlicher Dank, der zeigt, dass ein Mensch gelesen hat: „Danke, Frau Krüger – schön, dass das neue Bad pünktlich vor dem Familienbesuch fertig war.“ Kein Textbaustein, der unter fünfzig Bewertungen gleich steht.

Mit schlechten Bewertungen umgehen

Eine schlechte Bewertung ist ärgerlich, aber selten ein Drama. Wer liest, schaut vor allem darauf, wie Sie reagieren. Antworten Sie sachlich, zeitnah und ohne Gegenangriff: Bedanken, das Problem anerkennen, die eigene Sicht kurz einordnen, ein Gespräch anbieten. Keine Details aus dem Auftrag, keine Gesundheits- oder Mandatsdaten – gerade Praxen und Kanzleien müssen hier besonders vorsichtig sein. Bewertungen, die offensichtlich gegen die Richtlinien verstoßen, etwa von Menschen, die nie Kunde waren, können Sie bei Google melden. Ein Anspruch auf Löschung besteht aber nicht automatisch. Wie Sie Bewertungen anschließend auch auf Ihrer Website glaubwürdig nutzen, lesen Sie in Sterne, die verkaufen.

Welche Seite verlinken Sie? Startseite, Leistungs- oder Ortsseite

Im Profil gibt es ein Feld für Ihre Website. Die meisten Betriebe tragen dort die Startseite ein und denken nicht weiter darüber nach. Dabei ist diese eine Angabe die Brücke zwischen dem ersten Kontakt in der Karte und der Anfrage. Wer auf „Website“ tippt, hat bereits Interesse – er will jetzt wissen, ob Sie der Richtige sind. Die Frage ist also: Welche Seite beantwortet das am schnellsten?

  • Die Startseite ist richtig, wenn Sie einen Standort und ein klar umrissenes Angebot haben und die Startseite selbst sofort zeigt, was Sie tun, wo Sie es tun und wie man anfragt. Bei vielen Praxen, Kanzleien und Läden ist das der Fall.
  • Eine Leistungsseite ist richtig, wenn Ihr Profil im Kern für eine Leistung steht, die Startseite aber ein breiteres Angebot zeigt. Ein Betrieb, dessen Hauptkategorie „Badsanierung“ ist, verlinkt besser auf die Seite zur Badsanierung als auf eine Startseite, die mit Heizung, Lüftung und Solar beginnt.
  • Eine Ortsseite ist richtig, wenn Sie mehrere echte Standorte haben. Jeder Standort hat sein eigenes Profil – und jedes Profil verweist auf die Seite dieses Standorts mit Adresse, Team, Anfahrt, Öffnungszeiten und Bewertungen aus der Gegend. Wer im Profil der Filiale in Bad Doberan tippt, will nicht auf der Startseite der Zentrale in Rostock landen.

Egal welche Seite Sie wählen, sie muss drei Fragen sofort beantworten: Bin ich hier richtig? Kann ich diesem Betrieb vertrauen? Was ist mein nächster Schritt? Sie muss außerdem am Handy schnell laden, denn die meisten Klicks aus der Karte kommen vom Smartphone. Ein kleiner Kniff für später: Hängen Sie an die verlinkte Adresse eine Kennzeichnung an, damit Sie in Ihrer Auswertung sehen, wie viele Besucher und Anfragen tatsächlich über das Profil kommen. Ihr Website-Dienstleister richtet das in wenigen Minuten ein.

Vom Klick zur Anfrage: Gesprächspartner statt Visitenkarte

Hier liegt der Teil, der in den meisten Ratgebern zum Unternehmensprofil fehlt. Das Profil kann noch so gut gepflegt sein – wenn der Besucher auf einer Visitenkarten-Seite landet, mit Logo, drei Sätzen „Wir sind Ihr kompetenter Partner“ und einem Kontaktformular ganz unten, ist der Schwung aus der Karte schnell verpufft. Er tippt zurück und nimmt den nächsten Betrieb. Google hat ihm schließlich drei angeboten.

Wer aus der Karte kommt, hat ein konkretes Anliegen und wenig Geduld. Er will nicht suchen, sondern gefragt werden. Genau hier setzt eine Website an, die nicht nur sendet, sondern auch zuhört: Ein KI-Vertriebsmitarbeiter auf der Website, der sich offen als KI vorstellt, den Besucher begrüßt, nachfragt und ihm das Passende zeigt. Statt auf einer stummen Seite trifft der Besucher auf einen Gesprächspartner.

Wie das aussehen kann, zeigt das Beispiel vom Anfang. Die Frau mit dem nassen Keller tippt im Profil auf „Website“ und wird nicht von einer Bildergalerie empfangen, sondern von einer kurzen Frage: „Geht es um einen Notfall oder um eine geplante Arbeit?“ Sie antwortet „Notfall“. Der Assistent fragt nach dem Ortsteil, sagt ehrlich, ob der Betrieb heute noch kommen kann, zeigt die Notfallnummer groß und nimmt auf Wunsch die wichtigsten Angaben auf: was passiert ist, wo, wie dringend, wie man sie erreicht. Im Betrieb kommt keine Einzeiler-Mail an, sondern eine vorqualifizierte Anfrage mit allem, was man für den Rückruf braucht.

Bei einer Kanzlei klingt dasselbe Prinzip anders: Der Assistent fragt nach dem Rechtsgebiet, nach Fristen, die laufen, und danach, ob es um eine Erstberatung geht – ohne in Details einzusteigen, die in ein vertrauliches Gespräch gehören. Bei einer Praxis klärt er, ob jemand neu ist, welche Leistung gesucht wird und welcher Terminweg passt. Wichtig ist immer die Aufgabenteilung: Die Website hört zu, fragt nach und fasst zusammen. Ob Sie den Auftrag annehmen, wann Sie zurückrufen und was Sie anbieten, entscheiden Sie. Und wer lieber selbst liest, liest – die klassische Website bleibt immer eine Option. Wie so ein Vorgang Schritt für Schritt abläuft, zeigen wir auf der Startseite unter Ihr KI-Vertriebsmitarbeiter.

Warum ein gepflegtes Profil auch für KI-Antworten zählt

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr nur die Suchmaschine, sondern einen KI-Assistenten: „Welche Hausarztpraxis in Rostock-Gehlsdorf nimmt neue Patienten?“ oder „Kennst du einen guten Elektriker in Güstrow für eine Wallbox?“ Die Antwort ist keine Liste mit zehn Links, sondern zwei, drei Namen mit kurzer Begründung. Diese Sichtbarkeit in KI-Antworten nennt man GEO – Generative Engine Optimization.

Bei Fragen mit Ortsbezug greifen KI-Assistenten auf Informationen zurück, die sie im Netz finden und für verlässlich halten: Kartendaten und Unternehmensprofile, Bewertungen, Branchenverzeichnisse und die Websites der Betriebe selbst. Welche Quellen ein Assistent im Einzelnen nutzt, unterscheidet sich und wird nicht vollständig offengelegt. Das Muster ist aber klar: Je eindeutiger und stimmiger die Angaben über einen Betrieb an verschiedenen Stellen sind, desto eher kann eine KI ihn sicher einordnen und nennen.

Für Sie heißt das praktisch:

  • Vollständigkeit. Kategorie, Leistungen, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten – alles, was ein Assistent zur Beantwortung einer Frage braucht, sollte im Profil stehen.
  • Stimmigkeit. Profil, Website und Verzeichnisse sagen dasselbe. Widersprüche machen eine Quelle weniger zitierfähig.
  • Inhalt in Bewertungen. Bewertungen, in denen Kunden beschreiben, was gemacht wurde („schnelle Hilfe beim Rohrbruch“, „verständliche Beratung zum Arbeitsvertrag“), liefern genau die Aussagen, die eine KI-Antwort braucht.
  • Antworten auf der Website. Klare Sätze zu Leistungen, Orten und typischen Fragen machen die Website zur Quelle, auf die sich ein Assistent stützen kann.

Eine Garantie, in einer KI-Antwort genannt zu werden, gibt es nicht – genauso wenig wie für einen Platz in der Karte. Aber ein verlassenes Profil und eine stumme Website liefern schlicht nichts, worauf sich eine Empfehlung stützen könnte. Wie Inhalte für Google und KI-Antworten zusammen entstehen, zeigen wir auf der Startseite unter Das Team, das Besucher bringt; ausführlicher geht unser Leitfaden In ChatGPT gefunden werden darauf ein.

Eine Stunde im Monat: so bleiben Sie ohne Technik-Kenntnisse dran

Das Unternehmensprofil braucht keine Programmierkenntnisse. Sie bearbeiten es direkt in der Google-Suche oder in Google Maps, sobald Sie mit dem Konto angemeldet sind, über das das Profil bestätigt wurde. Was es braucht, ist Regelmäßigkeit. Ein fester Termin im Kalender – zum Beispiel jeden ersten Montag im Monat, eine Stunde – reicht für die meisten Betriebe. So teilen Sie die Stunde auf:

  • 10 Minuten – Daten prüfen. Stimmen Öffnungszeiten, Telefonnummer, Website-Link? Stehen Feiertage, Betriebsurlaub oder Sonderzeiten an? Hat jemand Änderungen am Profil vorgeschlagen, die Sie bestätigen oder ablehnen müssen?
  • 15 Minuten – Bewertungen. Alle neuen Bewertungen beantworten. Den Bewertungslink an die Kunden des letzten Monats schicken, die zufrieden waren – an alle, nicht nur an die Lieblingskunden.
  • 15 Minuten – Fotos und Beitrag. Zwei, drei neue Fotos aus dem Monat hochladen. Einen kurzen Beitrag schreiben: ein fertiges Projekt, eine Neuigkeit, ein saisonales Thema – mit Knopf auf die passende Seite der Website.
  • 10 Minuten – Zahlen ansehen. Das Profil zeigt Ihnen unter „Leistung“, wie oft es gefunden wurde, wie viele Anrufe, Routenanfragen und Website-Klicks es gab. Vergleichen Sie mit dem Vormonat. Steigen die Klicks, aber nicht die Anfragen, liegt das Problem auf der Website.
  • 10 Minuten – Leistungen und Website abgleichen. Gibt es eine neue Leistung, die im Profil fehlt? Fragen Kunden immer wieder dasselbe? Notieren Sie es – das ist Stoff für die Website und für den nächsten Beitrag.

Wichtig ist, wer die Zugänge hat. Das Profil sollte dem Unternehmen gehören, nicht einem ehemaligen Mitarbeiter oder einer Agentur, die längst nicht mehr für Sie arbeitet. Prüfen Sie, wer als Inhaber und wer als Verwalter eingetragen ist, und geben Sie Dienstleistern nur Verwalterrechte. Wenn Sie die Stunde nicht selbst investieren wollen, kann ein Dienstleister das übernehmen – entscheidend ist, dass Sie die Freigabe behalten, bevor etwas nach außen geht.

Was das für Sie heißt

Bevor Sie irgendetwas verändern, lohnt sich eine Bestandsaufnahme in zwanzig Minuten. Prüfen Sie Ihr Profil und Ihre Website an diesen acht Punkten:

  • 1. Ist das Profil bestätigt, und gehört es Ihrem Unternehmen – mit Ihnen als Inhaber?
  • 2. Beschreibt die Hauptkategorie Ihr Kerngeschäft so genau wie möglich?
  • 3. Sind Leistungen, Beschreibung und Einzugsgebiet vollständig und in der Sprache Ihrer Kunden geschrieben?
  • 4. Stehen Name, Adresse und Telefonnummer im Profil, auf der Website und in Verzeichnissen exakt gleich?
  • 5. Gibt es echte, aktuelle Fotos von Räumen, Team und Arbeit?
  • 6. Haben Sie in den letzten drei Monaten neue Bewertungen bekommen – und auf alle geantwortet?
  • 7. Führt der Website-Link auf die Seite, die zur Suche passt: Startseite, Leistungs- oder Ortsseite?
  • 8. Wird ein Besucher, der aus der Karte kommt, dort abgeholt und zur Anfrage geführt – oder landet er auf einer Visitenkarte?

Die ersten sieben Punkte lassen sich in wenigen Wochen in Ordnung bringen. Der achte ist der, der über die Anfragen entscheidet. Ein perfektes Profil, das auf eine stumme Website verweist, ist wie ein gut beleuchtetes Schild über einem verschlossenen Laden.

Fazit

Für Handwerker, Praxen, Kanzleien und Händler beginnt der Weg zum Auftrag oft in Google Maps. Ob Sie dort auftauchen, hängt von Relevanz, Entfernung und Bekanntheit ab – und bei Relevanz und Bekanntheit haben Sie viel in der Hand: die richtige Kategorie, vollständige Leistungen und ein ehrliches Einzugsgebiet, einheitliche Firmendaten, echte Fotos, kurze Beiträge und ein gelassener, regelmäßiger Umgang mit Bewertungen. Ein so gepflegtes Profil hilft nicht nur in der Karte, sondern auch dort, wo KI-Assistenten Betriebe in der Nähe empfehlen. Und es braucht keine Technik, sondern eine Stunde im Monat.

Der entscheidende Schritt aber passiert nach dem Klick. Bei MyRocketPage bauen wir Websites, auf denen Besucher aus der Karte nicht auf einer Visitenkarte landen, sondern auf einen Gesprächspartner treffen: einen KI-Vertriebsmitarbeiter, der zuhört, nachfragt, das Passende zeigt und Ihnen eine vorqualifizierte Anfrage übergibt. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen. Ob das für Ihren Betrieb passt, klären wir ehrlich im kostenlosen Erstgespräch: über das Kontaktformular, per E-Mail an hello@myrocketpage.de oder telefonisch unter 0381 36 76 60 40.

Häufige Fragen zum Google Unternehmensprofil

Kostet das Google Unternehmensprofil etwas?

Nein. Das Unternehmensprofil selbst ist bei Google kostenlos. Sie brauchen ein Google-Konto und müssen bestätigen, dass Ihnen das Unternehmen gehört. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Anzeigen schalten oder sich bei der Pflege unterstützen lassen.

Darf ich Ortsnamen oder Leistungen in den Firmennamen im Profil schreiben?

Nein. Google verlangt, dass der Name im Profil dem echten Namen entspricht, wie er auf Schild, Briefpapier und Website steht. Zusätze wie Leistung plus Ort im Namensfeld verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Sperrung des Profils führen. Leistungen und Orte gehören in Kategorien, Leistungen, Beschreibung und Einzugsgebiet.

Ich arbeite beim Kunden und habe kein Ladenlokal. Kann ich trotzdem ein Profil anlegen?

Ja. Betriebe, die zum Kunden fahren, können ihre Adresse im Profil ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet aus Orten oder Regionen angeben. Die Adresse muss trotzdem echt sein, weil Google sie zur Bestätigung braucht. Scheinadressen oder virtuelle Büros sind nicht erlaubt.

Darf ich Kunden um Bewertungen bitten?

Ja, Sie dürfen und sollten zufriedene Kunden darum bitten, zum Beispiel mit dem Bewertungslink aus Ihrem Profil. Nicht erlaubt sind gekaufte Bewertungen, Gegenleistungen wie Rabatte für Bewertungen und das gezielte Aussortieren, also nur Kunden zu fragen, von denen Sie sicher eine gute Bewertung erwarten.

Wie lange dauert es, bis Änderungen am Profil wirken?

Einfache Änderungen wie Öffnungszeiten oder Fotos erscheinen meist innerhalb weniger Tage, manche Änderungen prüft Google vorher. Ob und wann sich die Sichtbarkeit in der Karte verändert, hängt von Wettbewerb, Entfernung und Bekanntheit ab und lässt sich nicht seriös vorhersagen. Wichtig ist, dranzubleiben, statt nach zwei Wochen aufzugeben.