Dienstagabend, kurz nach neun. Eine Hausverwalterin sitzt mit dem Handy auf dem Sofa, weil an einem ihrer Objekte nach dem Sturm Ziegel fehlen. Sie sucht einen Dachdecker in der Nähe und öffnet nacheinander drei Websites. Die erste begrüßt sie mit einem großen „Herzlich willkommen“ und einem Bildslider, der gerade ein Foto vom Firmenjubiläum zeigt. Die zweite beginnt mit „Seit über 35 Jahren Ihr zuverlässiger Partner rund ums Dach“ und darunter fünf gleich große Knöpfe. Die dritte sagt oben: „Dachreparatur und Sturmschäden für Hausverwaltungen in Rostock und Umgebung“, daneben eine Zeile mit der Bewertung bei Google und ein einziger Knopf: „Schaden schildern“. Sie tippt auf den Knopf. Die anderen beiden Betriebe erfahren nie, dass es diese Anfrage gab.
So entscheiden Menschen im Netz: schnell, nebenbei und ohne Rücksicht darauf, wie gut ein Betrieb wirklich ist. Der sichtbare Bereich Ihrer Startseite vor dem ersten Scrollen – im Fachjargon „Above the Fold“ – ist deshalb wie die Begrüßung durch einen guten Verkäufer. In wenigen Sekunden beantwortet der Besucher für sich drei Fragen: Bin ich hier richtig? Verstehe ich, was mir angeboten wird? Weiß ich, was ich als Nächstes tun soll? Lautet eine Antwort „nein“, ist er weg. In diesem Beitrag zeigen wir Inhabern, Geschäftsführern und Marketingverantwortlichen, was auf die Startseite gehört, welche vier Bausteine der erste Bildschirm braucht, welche Fehler wir in Handwerk, Praxis, Kanzlei und B2B immer wieder sehen – und warum eine Startseite, die den Besucher anspricht, mehr erreicht als eine, die nur sendet.
Was muss auf dem ersten Bildschirm einer Startseite stehen?
Kurz gesagt: alles, was ein Besucher braucht, um zu entscheiden, ob er bleibt. Auf dem ersten Bildschirm einer Startseite stehen vier Bausteine:
- Ein klares Nutzenversprechen statt „Herzlich willkommen“: Was tun Sie, und was hat der Besucher davon?
- Zielgruppe und Region: Für wen arbeiten Sie, und wo? Damit sich der Richtige sofort angesprochen fühlt.
- Ein glaubwürdiger Beleg: ein überprüfbarer Grund, Ihnen zu vertrauen – eine Auszeichnung, eine Bewertung mit Quelle, eine Zulassung, ein bekannter Kunde.
- Ein eindeutiger nächster Schritt: ein Hauptknopf statt fünf konkurrierender Buttons, ergänzt höchstens durch die klickbare Telefonnummer.
Alles andere – Leistungsdetails, Referenzen, Team, Ablauf, Antworten auf Einwände – gehört weiter nach unten. Nicht, weil es unwichtig wäre, sondern weil es erst dann gelesen wird, wenn der Besucher sich entschieden hat, zu bleiben. Der erste Bildschirm verkauft nicht den Auftrag. Er verkauft das Weiterlesen.
Warum der erste Bildschirm wie die Begrüßung durch einen guten Verkäufer wirkt
Stellen Sie sich vor, ein Kunde betritt Ihren Laden, Ihre Praxis oder Ihr Büro. Ein guter Verkäufer sagt nicht: „Herzlich willkommen, wir wurden 1987 gegründet und haben seitdem viele zufriedene Kunden.“ Er schaut den Menschen an, sagt in einem Satz, wobei er helfen kann, und fragt: „Worum geht es bei Ihnen?“ Genau diese Haltung muss der erste Bildschirm Ihrer Website übernehmen – nur ohne Blickkontakt und ohne zweite Chance.
Online fehlt alles, was im persönlichen Gespräch Vertrauen schafft: der Händedruck, der aufgeräumte Empfang, die ruhige Stimme. Der Besucher hat nur, was er sieht. Und er hat Alternativen, die einen Fingertipp entfernt sind. Deshalb prüft er nicht gründlich, sondern sortiert aus. Der erste Bildschirm ist kein Schaufenster, in dem Sie alles zeigen, was Sie können. Er ist die Tür, an der sich entscheidet, ob überhaupt jemand hereinkommt.
Dabei geht es nicht um Design im Sinne von „schön“. Viele optisch ansprechende Startseiten scheitern genau hier, weil sie Stimmung erzeugen, aber keine der drei Fragen beantworten. Und manche schlichte Seite bringt Anfragen, weil sie sofort klar macht, für wen sie da ist und was zu tun ist.
Der erste Bildschirm muss nicht alles sagen. Er muss das Richtige zuerst sagen – so, dass der Richtige bleibt.
Baustein 1: Ein Nutzenversprechen statt „Herzlich willkommen“
Die größte Fläche oben auf Ihrer Startseite gehört der Hauptüberschrift. Auf erstaunlich vielen Firmenwebsites steht dort „Herzlich willkommen“, der Firmenname oder ein Satz, der auf jeden Betrieb der Branche passt. Damit verschenken Sie den wertvollsten Platz der ganzen Website.
Ein gutes Nutzenversprechen beantwortet in einem Satz: Was machen Sie, für wen – und mit welchem Ergebnis? Es klingt nach Ihrem Kunden, nicht nach Ihrer Broschüre. Ein paar Beispiele, wie aus Leerformeln konkrete Aussagen werden:
- Handwerk: Statt „Ihr Partner für Heizung und Sanitär“ besser „Neue Heizung für Ihr Einfamilienhaus – mit Beratung zur Wärmepumpe und festem Einbautermin“.
- Praxis: Statt „Willkommen in unserer Praxis“ besser „Physiotherapie in Rostock-Südstadt – kurzfristige Termine nach Sportverletzungen und Operationen“.
- Kanzlei: Statt „Kompetente Rechtsberatung aus einer Hand“ besser „Arbeitsrecht für Arbeitnehmer: Kündigung erhalten? Wir prüfen Ihre Lage, bevor die Frist abläuft“.
- B2B: Statt „Innovative Lösungen für die Industrie“ besser „Sondermaschinen für die Lebensmittelverpackung – von der ersten Skizze bis zur Inbetriebnahme in Ihrem Werk“.
Unter die Überschrift gehört ein kurzer Satz, der das Versprechen erklärt oder um ein Detail ergänzt, das Ihren Betrieb unterscheidet: der feste Ansprechpartner, die schnelle Rückmeldung, die Spezialisierung. Wie Sie solche Sätze finden und warum Kundensprache dabei wichtiger ist als Fachbegriffe, beschreiben wir ausführlich im Beitrag Worte, die verkaufen.
Ein einfacher Test: Decken Sie Ihr Logo ab und lesen Sie nur die Überschrift. Könnte sie auch auf der Website Ihres Wettbewerbers stehen? Dann ist sie noch kein Nutzenversprechen.
Baustein 2: Zielgruppe und Region – damit sich der Richtige angesprochen fühlt
Viele Betriebe haben Angst, Kunden auszuschließen, wenn sie oben zu konkret werden. Das Gegenteil ist der Fall: Wer sich angesprochen fühlt, bleibt. Wer „für alle“ schreibt, spricht am Ende niemanden direkt an. Die Hausverwalterin aus dem Eingangsbeispiel hat nicht beim Betrieb mit dem breitesten Angebot angefragt, sondern bei dem, der „Hausverwaltungen“ und „Rostock“ in die erste Zeile geschrieben hat.
Zwei Angaben machen dabei den Unterschied:
- Für wen: Privatkunden oder Unternehmen? Eigentümer oder Mieter? Arbeitnehmer oder Arbeitgeber? Kassen- oder Privatpatienten? Ein Halbsatz genügt, aber er muss da sein. Haben Sie mehrere Zielgruppen, nennen Sie die wichtigste oben und führen die anderen über eine klare Auswahl direkt darunter weiter.
- Wo: Für jeden Betrieb mit Einzugsgebiet gehört die Region nach oben – Stadt, Stadtteil oder Landkreis. Das hilft dem Besucher, der sonst erst im Impressum nachsieht, ob Sie überhaupt zu ihm kommen. Und es hilft Google und KI-Assistenten, Ihre Seite einer Region zuzuordnen. Arbeiten Sie bundesweit, sagen Sie auch das – „bundesweit, per Video oder vor Ort“ ist ebenfalls eine Ortsangabe.
Für B2B-Anbieter kommt oft eine dritte Angabe hinzu: die Branche oder Unternehmensgröße der Kunden. „Für Hersteller mit eigener Fertigung“ sortiert schneller als jede Leistungsbeschreibung. Wer im Einkauf oder in der Technik eines Unternehmens sitzt, will in Sekunden erkennen, ob der Anbieter Betriebe wie seinen kennt.
Baustein 3: Ein glaubwürdiger Beleg – einer, nicht zehn
Das Nutzenversprechen ist eine Behauptung. Der Besucher fragt sich sofort: Stimmt das? Deshalb gehört direkt daneben oder darunter ein Beleg, der diese Frage beantwortet. Wichtig ist, dass er überprüfbar ist und zu Ihrem Versprechen passt. Gute Belege für den ersten Bildschirm sind zum Beispiel:
- eine Bewertung mit Quelle, etwa der Durchschnitt und die Anzahl Ihrer Google-Bewertungen – verlinkt, damit jeder nachsehen kann,
- eine Auszeichnung, Zertifizierung oder Mitgliedschaft, die Ihre Kunden kennen: Meisterbetrieb, Innungsmitglied, Fachanwalt, Kassenzulassung,
- die Erfahrung in einer Zahl, die Sie belegen können: Jahre am Markt, Anzahl abgeschlossener Projekte,
- ein oder zwei bekannte Kunden – aber nur mit deren Erlaubnis.
Was nicht funktioniert: eine Reihe von zehn Siegeln, die niemand kennt, oder Zahlen, die sich nicht nachprüfen lassen. „Über 1.000 zufriedene Kunden“ ohne jede Quelle wirkt eher wie Werbung als wie ein Beweis. Ein einziger echter Beleg schlägt fünf beliebige. Die ausführliche Beweisführung mit Kundenstimmen, Fallbeispielen und Vorher-nachher-Bildern folgt weiter unten auf der Seite – wenn der Besucher geblieben ist.
Auf unserer eigenen Startseite sind das die Belege, die wir nachweisen können: seit 2009 am Markt, über 550 Kunden, German Web Awards Winner 2022. Mehr behaupten wir oben nicht.
Baustein 4: Ein eindeutiger nächster Schritt statt fünf konkurrierender Buttons
Am Ende des ersten Bildschirms muss der Besucher wissen, was er jetzt tun kann. Viele Startseiten machen genau hier aus guter Absicht einen Fehler: Sie bieten alles gleichzeitig an. „Leistungen ansehen“, „Über uns“, „Referenzen“, „Karriere“, „Kontakt“ – fünf gleich große Knöpfe nebeneinander. Das wirkt großzügig, ist aber eine Zumutung. Wer wählen muss, ohne zu wissen, was ihn erwartet, verschiebt die Entscheidung oft – und kommt nicht wieder.
Besser ist eine klare Rangfolge:
- Ein Hauptknopf für den wichtigsten Schritt, deutlich hervorgehoben und mit einem Text, der sagt, was passiert: „Anliegen schildern“, „Termin anfragen“, „Rückruf vereinbaren“, „Erstberatung anfragen“. Ein bloßes „Kontakt“ oder „Mehr erfahren“ sagt das nicht.
- Höchstens eine leisere Alternative, meist die klickbare Telefonnummer – für alle, die lieber sprechen als schreiben.
- Die Navigation für alles andere. Sie ist oben ohnehin sichtbar und muss nicht zusätzlich als Knopfreihe wiederholt werden.
Der Hauptknopf sollte zu dem passen, was Ihr Besucher in diesem Moment wirklich will. In einer Praxis ist das der Termin, in einer Kanzlei die Ersteinschätzung, im Handwerk das Schildern des Vorhabens, im B2B oft ein unverbindliches Gespräch oder eine Unterlage. Wie Menüführung und Struktur dahinter dafür sorgen, dass Besucher auch nach dem ersten Bildschirm nicht die Orientierung verlieren, lesen Sie im Beitrag Verirrt statt verkauft.
Am Handy gilt das doppelt. Dort ist der erste Bildschirm klein, und der Hauptknopf muss ohne Scrollen sichtbar und mit dem Daumen gut erreichbar sein. Worauf es mobil sonst noch ankommt, steht im Beitrag Die Hälfte Ihrer Kunden sieht Sie am Handy.
Typische Fehler auf dem ersten Bildschirm – Beispiele aus Handwerk, Praxis, Kanzlei und B2B
Die meisten Startseiten scheitern nicht an fehlender Mühe, sondern an drei Mustern, die sich durch fast alle Branchen ziehen. Wer sie kennt, erkennt sie auf der eigenen Seite sofort.
Fehler 1: Der Bildslider, der alles zeigen will
Der Slider ist der Klassiker unter den Kompromissen: Jede Abteilung, jede Leistung, jedes Lieblingsfoto bekommt ein eigenes Bild mit eigener Botschaft – und alle wechseln sich alle paar Sekunden ab. Das Ergebnis: Viele Besucher sehen nur das erste Motiv, die Botschaft wechselt, während jemand noch liest, und am Handy kostet der Slider Ladezeit und den Platz, auf dem das Nutzenversprechen stehen sollte.
- Handwerk: Bild eins zeigt das Bad, Bild zwei das Firmenfahrzeug, Bild drei die Ausbildungsmesse. Der Besucher, der eine neue Heizung sucht, sieht nichts davon, was ihn betrifft.
- Praxis: Wartezimmer, Behandlungsraum, Teamfoto, Hinweis auf geänderte Öffnungszeiten – im Wechsel. Die Frage „Bekomme ich hier einen Termin?“ bleibt offen.
Besser: ein starkes, echtes Bild – Ihr Team, Ihre Arbeit, Ihr Ort – mit einer einzigen Botschaft und einem Knopf. Was Sie zusätzlich zeigen wollen, findet weiter unten seinen Platz.
Fehler 2: Die Firmengeschichte am Anfang
„Gegründet 1987 von Heinz Müller als Ein-Mann-Betrieb …“ – solche Sätze sind für den Inhaber bedeutsam, für den Besucher im ersten Moment aber nicht. Er will nicht wissen, woher Sie kommen, sondern ob Sie sein Problem lösen. Die Geschichte ist ein wertvoller Vertrauensbeleg, nur eben nicht als Begrüßung.
- Kanzlei: Oben die Gründungsgeschichte der Sozietät und die Namen aller Partner, das Rechtsgebiet erst im dritten Absatz. Wer gerade eine Kündigung bekommen hat, liest das nicht bis zum Ende.
- B2B: „Seit drei Generationen ein Familienunternehmen mit Tradition“ als Hauptüberschrift. Der Einkäufer, der einen Lieferanten für eine bestimmte Baugruppe sucht, erfährt nicht, ob Sie diese fertigen.
Besser: die Geschichte auf einen kurzen Beleg verdichten – „seit 1987 in Rostock“ – und die ausführliche Erzählung weiter unten oder auf der Über-uns-Seite erzählen.
Fehler 3: Leerformeln, die auf jeden passen
„Qualität, die überzeugt.“ „Ihr kompetenter Partner.“ „Individuelle Lösungen aus einer Hand.“ „Wir leben Kundenservice.“ Solche Sätze sind nicht falsch, aber leer. Sie stehen auf so vielen Websites, dass der Besucher sie überliest. Schlimmer noch: Sie verdrängen die konkrete Aussage, die ihn hätte überzeugen können.
- Handwerk: „Meisterqualität seit Jahrzehnten“ – statt zu sagen, welche Arbeiten der Betrieb übernimmt und wie schnell er vor Ort ist.
- Praxis: „Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen“ – statt zu sagen, wofür die Praxis spezialisiert ist und ob sie neue Patienten aufnimmt.
- Kanzlei: „Kompetent. Engagiert. Persönlich.“ – statt das Rechtsgebiet und die typische Lage des Mandanten zu nennen.
- B2B: „Innovative Lösungen für anspruchsvolle Kunden“ – statt Branche, Produkt und Ergebnis.
Der Gegentest ist einfach: Würde ein Kunde diesen Satz so am Telefon sagen? „Ich brauche jemanden, der kurzfristig mein Dach nach dem Sturm repariert“ – ja. „Ich suche individuelle Lösungen aus einer Hand“ – nein. Schreiben Sie oben, was Ihre Kunden sagen.
Senden oder ansprechen: Der Unterschied zwischen einer Startseite, die nur sendet, und einer, die fragt
Selbst ein sehr guter erster Bildschirm hat eine Grenze: Er sagt allen Besuchern dasselbe. Die Hausverwalterin mit dem Sturmschaden, der Eigentümer, der eine Dachsanierung plant, und die Bewerberin, die eine Ausbildung sucht, landen auf derselben Fläche. Eine klassische Startseite ist ein Sender – sie verkündet und hofft, dass der Richtige das Richtige findet.
Ein guter Verkäufer macht es anders. Nach der Begrüßung fragt er: „Worum geht es bei Ihnen?“ Und je nach Antwort zeigt er das Passende: dem Eilfall den schnellen Weg zum Termin, dem Planer die Referenzen, der Bewerberin die Ausbildung. Genau das kann eine Startseite heute auch. Sie kann Sender und Empfänger sein:
- Sie begrüßt und fragt nach dem Anliegen – mit wenigen Antwortmöglichkeiten zum Antippen oder in eigenen Worten, schriftlich oder gesprochen.
- Sie zeigt je Antwort das Passende statt der ganzen Website: die Leistung, das Referenzprojekt, den Ablauf, die Antwort auf den typischen Einwand.
- Sie fragt erst am Ende nach den Kontaktdaten – wenn der Besucher weiß, dass er richtig ist – und übergibt Ihnen eine Anfrage, in der schon steht, worum es geht.
- Sie bleibt ein Angebot. Wer lieber selbst liest, liest die klassische Seite – mit denselben vier Bausteinen oben.
Das ersetzt die vier Bausteine nicht, es baut auf ihnen auf. Ein Nutzenversprechen, Zielgruppe und Region, ein Beleg und ein klarer Schritt bleiben die Grundlage. Der Unterschied: Der nächste Schritt ist nicht mehr „Formular ausfüllen“, sondern „Erzählen Sie mir, worum es geht“. Das senkt die Hürde, gerade für Besucher, die noch nicht sicher sind, ob ihr Anliegen zu Ihnen passt.
Diese Art Startseite nennen wir einen KI-Vertriebsmitarbeiter, dessen Bühne die Website ist. Wie so ein Gespräch Schritt für Schritt abläuft, zeigen wir auf unserer Startseite unter Ihr KI-Vertriebsmitarbeiter. Welche Aufgaben die Website dabei übernehmen kann und was bewusst beim Menschen bleibt, lesen Sie im Beitrag KI im Vertrieb für KMU.
Was das für Sie heißt
Sie brauchen keine Agentur, um Ihren ersten Bildschirm zu prüfen. Fünf Minuten und Ihr Smartphone genügen. Öffnen Sie Ihre Startseite so, wie ein Kunde sie öffnet – mobil, ohne zu scrollen – und beantworten Sie ehrlich diese sechs Fragen:
- 1. Steht in der größten Überschrift, was Sie für wen tun – oder steht dort „Herzlich willkommen“, der Firmenname oder eine Leerformel?
- 2. Erkennt ein Fremder, für welche Zielgruppe und in welcher Region Sie arbeiten?
- 3. Gibt es einen überprüfbaren Beleg, der Ihr Versprechen stützt?
- 4. Gibt es genau einen hervorgehobenen nächsten Schritt – und sagt sein Text, was passiert?
- 5. Ist die Telefonnummer antippbar, und ist der Hauptknopf ohne Scrollen sichtbar?
- 6. Bleibt der Bildschirm ruhig – oder wechseln Bilder und Botschaften, während jemand liest?
Noch aussagekräftiger ist der Fünf-Sekunden-Test mit einem Menschen, der Ihren Betrieb nicht kennt: Zeigen Sie ihm den ersten Bildschirm fünf Sekunden lang, nehmen Sie das Handy weg und fragen Sie: Was bietet diese Firma an? Für wen? Was würdest du jetzt tun? Wenn die Antworten zögerlich kommen, wissen Sie, wo Sie ansetzen. Und wenn Ihre Website Besucherzahlen misst, lohnt ein Blick darauf, wie viele Besucher die Startseite verlassen, ohne irgendwohin weiterzuklicken – dort entscheidet sich der erste Bildschirm.
Fangen Sie mit der Überschrift an. Sie ist die einzige Zeile, die fast jeder Besucher liest, und die Änderung kostet Sie oft nur einen Satz.
Fazit
Der erste Bildschirm Ihrer Startseite ist kein Ort für alles, was Sie können, sondern für das, was Ihr Besucher zuerst wissen muss. Vier Bausteine tragen ihn: ein klares Nutzenversprechen statt „Herzlich willkommen“, Zielgruppe und Region, ein glaubwürdiger Beleg und ein eindeutiger nächster Schritt. Bildslider, Firmengeschichte und Leerformeln gehören nicht an den Anfang – sie verdrängen genau das, was einen Besucher bleiben lässt. Wer die Begrüßung so baut wie ein guter Verkäufer, bekommt die Chance auf das Gespräch. Und wer noch einen Schritt weitergeht, lässt die Startseite nicht nur senden, sondern nach dem Anliegen fragen.
Genau so bauen wir Websites bei MyRocketPage: mit einem ersten Bildschirm, der in Sekunden klar macht, ob ein Besucher richtig ist – und mit einem KI-Vertriebsmitarbeiter, der ihn danach anspricht, das Passende zeigt und Ihnen eine vorqualifizierte Anfrage übergibt. Die klassische Website bleibt dabei immer eine Option. Ob das für Ihren Betrieb passt, klären wir ehrlich im kostenlosen Erstgespräch: über das Kontaktformular, per E-Mail an hello@myrocketpage.de oder telefonisch unter 0381 36 76 60 40.
Häufige Fragen zur Startseite
Was gehört auf die Startseite einer Firmenwebsite?
Ganz oben vier Dinge: ein klares Nutzenversprechen, das sagt, was Sie für wen erreichen; Zielgruppe und Region, damit sich der Richtige angesprochen fühlt; ein glaubwürdiger, überprüfbarer Beleg; und ein eindeutiger nächster Schritt. Darunter folgen Leistungen, Beweise wie Referenzen und Bewertungen, Antworten auf typische Einwände und der Kontaktweg.
Ist ein Bildslider auf der Startseite schlecht?
Meist ja. Wechselnde Bilder und Botschaften verteilen die Aufmerksamkeit, viele Besucher sehen nur das erste Motiv, und am Handy kosten Slider Ladezeit und Platz. Besser ist ein starkes, echtes Bild mit einer einzigen Botschaft und einem klaren nächsten Schritt.
Wie viele Buttons sollten im sichtbaren Bereich der Startseite stehen?
Ein Hauptknopf für den wichtigsten nächsten Schritt, etwa „Anliegen schildern“ oder „Termin anfragen“, und höchstens eine zweite, leisere Möglichkeit wie die klickbare Telefonnummer. Mehrere gleich gewichtete Knöpfe lassen den Besucher wählen – und wer wählen muss, verschiebt die Entscheidung oft.
Gehört die Firmengeschichte auf die Startseite?
Nicht an den Anfang. Die Geschichte ist ein Vertrauensbeleg und gehört weiter unten auf die Startseite oder auf die Über-uns-Seite. Oben reicht ein verdichteter Hinweis wie „seit 1987 in Rostock“ neben dem Nutzenversprechen.
Muss der erste Bildschirm am Handy anders aussehen als am Computer?
Er muss dieselben drei Fragen beantworten, aber auf deutlich weniger Fläche. Am Handy stehen Nutzenversprechen, Zielgruppe mit Region und der Hauptknopf ganz oben, das Bild tritt zurück, und der Knopf muss mit dem Daumen gut erreichbar sein. Prüfen Sie Ihre Startseite deshalb immer zuerst auf dem eigenen Smartphone.
