Montagmorgen in einem Heizungsbaubetrieb. Der Inhaber öffnet das Postfach: wieder keine Anfrage über die Website. Dabei steht dort alles, was der Betrieb kann – „Heizungstechnik, Sanitärinstallation, Solarthermie, Wärmepumpen, Kundendienst“, sauber untereinander, darüber „Ihr kompetenter Partner seit 1994“. Zur selben Zeit sitzt drei Straßen weiter ein Hausbesitzer vor seinem Handy. Seine Gasheizung ist zwanzig Jahre alt, der Schornsteinfeger hat etwas von Austausch gesagt, und er hat keine Ahnung, ob eine Wärmepumpe in seinem Altbau überhaupt funktioniert. Er liest die Liste, findet seine Frage nicht und tippt auf den nächsten Treffer. Dort steht: „Alte Heizung, Altbau, Wärmepumpe – passt das? Wir prüfen es bei Ihnen vor Ort.“ Er fragt an.

Der Unterschied liegt nicht in der Leistung, sondern in den Website-Texten. Besucher suchen keine Leistungsliste, sondern die Lösung für ihr Problem. Texte in Kundensprache, die nach dem Muster Problem → Lösung → Beleg → nächster Schritt aufgebaut sind, machen aus Lesern Anfragende. In diesem Beitrag zeigen wir Inhabern, Geschäftsführern und Marketingverantwortlichen, wie Sie Ihre Leistungen so beschreiben – ob Sie die Texte für Ihre Website selbst schreiben oder schreiben lassen: Nutzen vor Merkmal, Kundensprache statt Jargon, überfliegbar fürs Handy, Einwände vorweggenommen, gefunden bei Google und in KI-Antworten, mit einem klaren nächsten Schritt nach jedem Abschnitt. Dazu Vorher-nachher-Beispiele aus Handwerk, Praxis und Kanzlei.

Warum lesen Besucher Ihre Website-Texte nicht?

Kurz gesagt: Weil die Texte über Sie sprechen, während der Besucher an sich denkt. Er kommt mit einer konkreten Frage – „Kann mir hier jemand helfen, und wie läuft das ab?“ – und findet Wir-Sätze, Fachbegriffe und Aufzählungen. Also überfliegt er, sucht ein Stichwort, das zu seiner Lage passt, und geht, wenn keins da ist. Vier Ursachen sehen wir auf Websites von KMU immer wieder:

  • Der Text beginnt beim Anbieter statt beim Kunden. „Wir sind ein inhabergeführter Betrieb mit langjähriger Erfahrung …“ beantwortet keine Frage, die der Besucher gestellt hat.
  • Leistungen stehen als Liste da, nicht als Lösung. „Solarthermie, Kundendienst, Wartung“ sagt dem Hausbesitzer nicht, ob seine Lage dabei ist.
  • Die Sprache ist die der Branche. Wer „hydraulischer Abgleich“ nicht kennt, fühlt sich nicht gemeint – obwohl genau das sein Problem mit den kalten Heizkörpern löst.
  • Am Ende fehlt der nächste Schritt. Selbst ein überzeugter Leser muss erst suchen, wie er Kontakt aufnimmt. Viele suchen nicht.

Gelesen wird ein Text, wenn der Besucher im ersten Satz sich selbst wiedererkennt. Deshalb beginnt jeder verkaufende Abschnitt nicht bei Ihrer Leistung, sondern bei seinem Problem.

Problem → Lösung → Beleg → nächster Schritt: der Aufbau, der aus Lesern Anfragende macht

Ein guter Verkäufer im Laden folgt fast immer derselben Reihenfolge, auch wenn er nie darüber nachgedacht hat: Er fragt, worum es geht, erklärt, wie er helfen kann, zeigt, dass er es schon oft gemacht hat, und schlägt vor, wie es weitergeht. Genau diese vier Schritte tragen auch jeden Leistungstext:

  • 1. Problem: Beschreiben Sie die Lage des Kunden so, wie er sie erlebt. „Die Heizung ist alt, die Kosten steigen, und Sie wissen nicht, was sich für Ihr Haus lohnt.“ Wer sich darin wiedererkennt, liest weiter.
  • 2. Lösung: Sagen Sie, was Sie konkret tun und was am Ende anders ist. Nicht „Wir bieten Heizungsmodernisierung“, sondern „Wir prüfen Ihr Haus vor Ort, rechnen zwei, drei Wege durch und bauen den passenden ein – mit festem Termin.“
  • 3. Beleg: Stützen Sie die Aussage mit etwas Überprüfbarem: ein Projektbeispiel aus der Nachbarschaft, eine Bewertung mit Quelle, eine Qualifikation, die der Kunde kennt, ein Foto der echten Arbeit.
  • 4. Nächster Schritt: Sagen Sie, was der Leser jetzt tun kann und was dann passiert. „Schildern Sie uns Ihr Haus in drei Sätzen – wir melden uns mit einem Terminvorschlag.“

Das Muster funktioniert auf jeder Ebene: für die ganze Leistungsseite, für jeden Abschnitt darauf und sogar für einen einzelnen Absatz. Es ist keine Formel, die den Text steif macht, sondern eine Reihenfolge, die der Besucher erwartet. Fehlt ein Schritt, merkt er das sofort – ohne Problem fühlt er sich nicht gemeint, ohne Beleg glaubt er nicht, ohne nächsten Schritt bleibt er stehen.

Besucher kaufen keine Leistung. Sie kaufen den Moment, in dem ihr Problem gelöst ist – und fragen bei dem an, der diesen Moment am klarsten beschreibt.

Nutzen vor Merkmal: Was hat der Besucher von Ihrer Leistung?

Ein Merkmal beschreibt, was Sie tun oder haben. Ein Nutzen beschreibt, was sich dadurch für den Kunden ändert. Menschen entscheiden über den Nutzen und prüfen danach das Merkmal. Deshalb gehört der Nutzen nach vorn – das Merkmal bleibt im Text, aber als Begründung.

Ein einfaches Werkzeug dafür ist die Frage „Und was habe ich davon?“. Stellen Sie sie an jeden Satz Ihrer Leistungsseite, so lange, bis die Antwort im Alltag des Kunden ankommt:

  • Merkmal: „Wir arbeiten mit festen Montageteams.“ → Nutzen: „Sie haben vom ersten Tag bis zur Abnahme dieselben Ansprechpartner auf der Baustelle – und müssen nichts zweimal erklären.“
  • Merkmal: „Moderne digitale Röntgentechnik.“ → Nutzen: „Sie sehen das Bild direkt am Bildschirm, und wir besprechen es gemeinsam, bevor Sie den Behandlungsstuhl verlassen.“
  • Merkmal: „Fachanwältin für Arbeitsrecht.“ → Nutzen: „Sie bekommen eine Einschätzung von jemandem, der täglich Kündigungen prüft – und wissen danach, welche Fristen für Sie laufen.“

Achten Sie dabei auf zwei Grenzen. Erstens: Nutzen heißt nicht Übertreibung. „Nie wieder Heizkosten“ ist kein Nutzen, sondern ein Versprechen, das niemand glaubt. Zweitens: In manchen Branchen setzt das Berufsrecht klare Grenzen. Praxen dürfen keine Heilerfolge versprechen, Kanzleien keine Prozessergebnisse. Der Nutzen liegt dort im Ablauf, in der Klarheit und in der Sicherheit – „Sie wissen nach dem ersten Termin, woran Sie sind“ –, nicht im Ergebnis.

Kundensprache statt Branchenjargon: Wo Sie die Worte Ihrer Kunden finden

Jeder Betrieb hat seine Fachsprache, und nach ein paar Jahren hört man sie selbst nicht mehr. Der Dachdecker schreibt „Steildachsanierung“, der Kunde sucht „Dach undicht“. Die Physiotherapeutin schreibt „manuelle Therapie“, der Patient tippt „Nacken verspannt, was hilft“. Die Kanzlei schreibt „Kündigungsschutzverfahren“, der Mandant fragt „Kündigung bekommen, was jetzt“.

Die gute Nachricht: Die Sprache Ihrer Kunden müssen Sie nicht erfinden. Sie liegt schon in Ihrem Betrieb – Sie müssen sie nur einsammeln:

  • Das Telefon: Notieren Sie zwei Wochen lang den ersten Satz jedes Anrufers wörtlich. Das sind Ihre künftigen Überschriften.
  • E-Mails und Formulare: Wie beschreiben Kunden ihr Anliegen, bevor Sie es in Ihre Sprache übersetzt haben?
  • Bewertungen: Was loben Kunden – und mit welchen Worten? Dort steht oft der Nutzen, den Sie selbst zu bescheiden formulieren.
  • Das Team: Fragen Sie die Menschen an Empfang, Telefon und Baustelle, welche Fragen immer wieder kommen.
  • Suchanfragen: Welche Begriffe tippen Menschen bei Google, wenn sie Ihr Problem haben? Wie Sie das ohne Fachwissen herausfinden, zeigt unser Beitrag zur Keyword-Recherche für KMU.

Fachbegriffe müssen dabei nicht verschwinden. Sie sind wichtig für die Kunden, die sie kennen, und für Ihre Glaubwürdigkeit. Die Regel lautet: erst das Wort des Kunden, dann der Fachbegriff. „Kalte Heizkörper im Obergeschoss? Oft hilft ein hydraulischer Abgleich – dabei stellen wir …“ So fühlt sich der Laie gemeint und der Kenner bestätigt.

Überfliegbar schreiben: Texte für den Daumen am Handy

Die meisten Besucher lesen Ihre Leistungsseite nicht am Schreibtisch, sondern am Handy – zwischen zwei Terminen, im Wartezimmer, abends auf dem Sofa. Sie lesen nicht Wort für Wort, sondern scannen: Überschrift, fettes Wort, erste Zeile des Absatzes, Aufzählung, Knopf. Was dabei nicht ins Auge fällt, existiert für sie nicht. Fünf Regeln machen Texte überfliegbar:

  • Zwischenüberschriften als Aussagen oder Fragen. „Ablauf“ sagt nichts, „In drei Terminen zur neuen Heizung“ sagt alles. Wer nur die Überschriften liest, sollte die Seite verstanden haben.
  • Das Wichtigste an den Anfang jedes Absatzes. Der erste Satz trägt die Aussage, der Rest begründet sie.
  • Kurze Absätze. Was am Bildschirm drei Zeilen hat, wird am Handy zur Textwand. Zwei bis vier Sätze je Absatz sind genug.
  • Aufzählungen für Gleichrangiges. Ablaufschritte, Voraussetzungen, was im Preis enthalten ist, was der Kunde mitbringen muss – alles, was man abhaken kann, gehört in eine Liste.
  • Hervorhebungen sparsam. Ein fettes Stichwort je Absatz lenkt den Blick. Ist die halbe Seite fett, ist nichts mehr hervorgehoben.

Ein Test, der wenig Zeit kostet: Öffnen Sie Ihre wichtigste Leistungsseite am eigenen Handy und scrollen Sie in normalem Tempo bis unten durch, ohne anzuhalten. Was ist hängen geblieben? Wenn es nur Ihr Firmenname ist, hat der Text ein Gliederungsproblem. Weitere Punkte für die mobile Ansicht finden Sie im Beitrag Die Hälfte Ihrer Kunden sieht Sie am Handy.

Einwände im Text vorwegnehmen, bevor sie zum Absprung werden

Ein Besucher, der fast überzeugt ist, hat fast immer noch einen Zweifel. Im persönlichen Gespräch würde er ihn aussprechen, und Sie könnten antworten. Auf der Website schweigt er – und geht. Verkaufende Texte beantworten diese Zweifel deshalb, bevor sie gestellt werden. Die typischen Einwände sind in fast jeder Branche dieselben:

  • „Ist das zu teuer für mich?“ Auch ohne Preis können Sie sagen, wovon der Aufwand abhängt und wie Sie ihn vorab transparent machen.
  • „Dauert das ewig?“ Nennen Sie den typischen Ablauf und realistische Zeiträume.
  • „Passt mein Fall überhaupt?“ Sagen Sie klar, für wen Sie arbeiten – und für wen nicht. Das schreckt nicht ab, es schafft Sicherheit.
  • „Was muss ich selbst tun?“ Beschreiben Sie, was der Kunde vorbereitet und was Sie übernehmen.
  • „Was, wenn etwas schiefgeht?“ Erklären Sie, wer ansprechbar ist und wie Sie mit Problemen umgehen.

Platzieren Sie die Antwort dort, wo der Zweifel entsteht: die Frage nach dem Aufwand direkt nach der Lösung, die Frage nach dem Ablauf direkt vor dem Knopf. Was in den Fließtext nicht passt, gehört in einen kurzen Fragenblock am Ende der Leistungsseite. Wie Sie solche Fragen so formulieren, dass sie Einwände entkräften und zugleich bei Google und in KI-Antworten auftauchen, zeigen wir im Beitrag Die FAQ-Seite, die verkauft.

Leistungsseiten, die gefunden und in KI-Antworten zitiert werden

Der beste Text nützt nichts, wenn ihn niemand findet. Die Suchbegriffe Ihrer Kunden sind dabei kein Widerspruch zur Kundensprache – sie sind Kundensprache. Wer „Bad barrierefrei umbauen Rostock“ sucht, benutzt genau die Worte, die auch in Ihre Überschrift gehören. Für Leistungsseiten heißt das:

  • Eine Leistung, eine Seite. Eine Sammelseite „Leistungen“ mit zwölf Stichpunkten rankt für nichts. Jede Leistung, unter der Sie gefunden werden wollen, braucht eine eigene Seite mit eigener Überschrift.
  • Der Suchbegriff in Überschrift und erstem Absatz – so, wie ein Mensch ihn sagt, nicht als hölzerne Wiederholung.
  • Zielgruppe, Region und Ablauf ausdrücklich nennen. Was für Sie selbstverständlich ist, muss für Suchmaschinen und KI-Assistenten im Text stehen.
  • Die Kernaussage in zwei, drei Sätzen an den Anfang. KI-Assistenten übernehmen am liebsten klare, in sich abgeschlossene Antworten. Ein Absatz, der ohne den Rest der Seite verständlich ist, hat die besten Chancen, zitiert zu werden.
  • Konkrete Fakten statt Floskeln. Einzugsgebiet, Qualifikationen, typische Dauer, was der Kunde mitbringt – überprüfbare Aussagen sind für Menschen glaubwürdiger und für Maschinen leichter zu verwenden.

Eine Garantie, in KI-Antworten genannt zu werden, gibt es nicht – aber klar gegliederte Seiten mit eindeutigen Aussagen sind die Grundlage dafür. Ob KI beim Schreiben selbst helfen darf und worauf Google dabei achtet, lesen Sie im Beitrag KI-Texte auf der Website.

Ein konkreter Handlungsaufruf am Ende jedes Abschnitts

Viele Leistungsseiten haben genau einen Kontaktknopf – ganz unten, nach dem letzten Absatz. Wer schon nach dem zweiten Abschnitt überzeugt ist, muss bis dahin scrollen oder das Menü suchen. Ein Teil dieser Leser geht unterwegs verloren. Besser ist es, nach jedem Abschnitt, der eine Entscheidung vorbereitet, einen passenden nächsten Schritt anzubieten.

„Passend“ ist dabei das entscheidende Wort. Der Handlungsaufruf folgt dem, was der Leser gerade gelesen hat:

  • Nach dem Problem: „Erkennen Sie Ihre Lage wieder? Schildern Sie sie uns kurz.“
  • Nach dem Ablauf: „Termin für die Bestandsaufnahme anfragen.“
  • Nach den Belegen: „Weitere Projekte aus Ihrer Region ansehen.“
  • Nach den Einwänden: „Noch eine Frage offen? Rufen Sie uns an.“ – mit antippbarer Nummer.

Zwei Regeln halten das sauber. Erstens: Der Knopftext sagt, was passiert. „Absenden“, „Mehr“ und „Kontakt“ sagen das nicht; „Rückruf vereinbaren“ oder „Anliegen schildern“ schon. Zweitens: Es gibt immer ein Hauptziel. Die Handlungsaufrufe führen alle zu derselben Anfrage, sie bieten nur unterschiedliche Türen. Wie der Knopf ganz oben auf der Startseite aussehen muss, damit Besucher überhaupt bis zu Ihren Leistungen kommen, beschreibt der Beitrag Der erste Bildschirm entscheidet.

Vorher und nachher: Leistungstexte aus Handwerk, Praxis und Kanzlei

Wie viel das Muster ausmacht, zeigt sich am deutlichsten am Beispiel. Die folgenden Vorher-Texte sind typisch – so oder ähnlich stehen sie auf vielen Websites. Die Nachher-Fassungen folgen Problem → Lösung → Beleg → nächster Schritt. Die Belege darin sind Platzhalter dafür, was Sie selbst nachweisen können.

Handwerk: Badsanierung

  • Vorher: „Wir sind Ihr Spezialist für Badsanierung. Unser Leistungsspektrum umfasst Fliesenarbeiten, Sanitärinstallation, Trockenbau und Elektroarbeiten. Qualität und Kundenzufriedenheit stehen bei uns an erster Stelle.“
  • Nachher: „Ihr Bad ist in die Jahre gekommen, und Sie fürchten wochenlangen Baustaub und fünf Handwerker, die sich gegenseitig die Schuld geben? Wir planen Ihr neues Bad mit Ihnen am Tisch und bauen es mit einem festen Team – Fliesen, Sanitär und Elektrik aus einer Bauleitung, mit einem Termin für den Start und einem für die Übergabe. [Beleg: Fotos von Bädern aus der Region, Bewertung mit Quelle.] Schicken Sie uns zwei Fotos Ihres jetzigen Bades – wir melden uns mit einem Termin für die Bestandsaufnahme.“

Was sich geändert hat: Der Text beginnt bei der Sorge des Kunden (Staub, Koordination), übersetzt die Gewerkeliste in einen Nutzen (ein Team, feste Termine) und endet mit einem Schritt, der kaum Aufwand kostet.

Praxis: Physiotherapie nach Operation

  • Vorher: „Unser Behandlungsspektrum: Krankengymnastik, manuelle Therapie, Lymphdrainage, KG-Gerät. Wir behandeln Patienten aller Kassen und Privatpatienten.“
  • Nachher: „Die Knie-OP ist vorbei, und jetzt brauchen Sie schnell einen Therapieplatz – aber überall heißt es: Wartezeit? Wir halten Plätze für die Behandlung nach Operationen frei und stimmen den Plan mit Ihrem Rezept und Ihrer Ärztin ab. Sie trainieren an Geräten, die Sie später auch allein nutzen können. [Beleg: Qualifikation des Teams, Lage und Erreichbarkeit.] Rezept zur Hand? Fragen Sie Ihren ersten Termin online an – wir rufen Sie am nächsten Werktag zurück.“

Was sich geändert hat: Statt Fachbegriffen steht die Lage des Patienten im Mittelpunkt. Der Text verspricht keinen Heilerfolg, sondern einen klaren Ablauf – das ist in Praxen nicht nur besser, sondern auch rechtlich der sichere Weg.

Kanzlei: Arbeitsrecht für Arbeitnehmer

  • Vorher: „Die Kanzlei berät und vertritt Mandanten umfassend in allen Fragen des Individual- und Kollektivarbeitsrechts. Kompetent, engagiert, persönlich.“
  • Nachher: „Sie haben eine Kündigung erhalten und wissen nicht, ob sie wirksam ist? Gegen eine Kündigung können Sie nur innerhalb kurzer Frist klagen – deshalb zählt jetzt jeder Tag. Wir prüfen Ihre Kündigung, erklären Ihnen in einem ersten Gespräch Ihre Möglichkeiten und sagen offen, womit Sie rechnen können. [Beleg: Fachanwaltstitel, Schwerpunkt.] Laden Sie Ihre Kündigung hoch oder rufen Sie an – wir melden uns zeitnah für eine Ersteinschätzung.“

Was sich geändert hat: Aus dem Rechtsgebiet wird die Lage des Mandanten, aus „kompetent“ ein überprüfbarer Beleg. Die Dringlichkeit ist echt, nicht künstlich – und der nächste Schritt passt genau zu dem, was der Leser gerade in der Hand hält.

Wenn die Website zuhört: Wie ein KI-Vertriebsmitarbeiter die Sprache Ihrer Besucher lernt

Selbst der beste Leistungstext hat eine Grenze: Er spricht alle Besucher gleich an. Der Hausbesitzer mit der alten Gasheizung, die Hausverwaltung mit zwölf Wohnungen und der Bauherr im Neubau lesen dieselben Sätze. Und was sie wirklich fragen, erfahren Sie nie – sie lesen still und gehen still.

Eine Website kann heute mehr als senden. Sie kann auch empfangen. Ein KI-Vertriebsmitarbeiter, dessen Bühne Ihre Website ist, begrüßt den Besucher, fragt nach seinem Anliegen – zum Antippen, in eigenen Worten oder gesprochen – und zeigt ihm je nach Antwort das Passende: die richtige Leistung, das Projektbeispiel, die Antwort auf seinen Einwand. Am Ende übergibt er Ihnen eine Anfrage, in der schon steht, worum es geht.

Für Ihre Texte hat das einen Nebeneffekt, der kaum zu überschätzen ist: Sie lesen jeden Tag mit, in welchen Worten Ihre Besucher ihr Problem beschreiben. Welche Fragen kommen immer wieder? Welcher Einwand taucht kurz vor dem Absprung auf? Welche Begriffe benutzen Menschen, die Sie in keinem Ihrer Texte verwendet haben? Genau daraus werden bessere Überschriften, neue Leistungsseiten und Antworten auf Einwände. Die Website lernt die Sprache Ihrer Kunden – und wird jeden Tag ein Stück besser darin, sie zu sprechen. Die klassische Seite zum Selbstlesen bleibt dabei immer eine Option.

Wie so ein Gespräch Schritt für Schritt abläuft und was dabei bewusst beim Menschen bleibt, zeigen wir auf unserer Startseite unter Ihr KI-Vertriebsmitarbeiter.

Was das für Sie heißt

Sie müssen Ihre Website nicht neu bauen, um bessere Texte zu bekommen. Nehmen Sie sich die eine Leistung vor, mit der Sie am liebsten mehr Aufträge hätten, und gehen Sie ihre Seite mit diesen sieben Fragen durch:

  • 1. Beginnt der Text beim Problem des Kunden – oder bei Ihrem Unternehmen?
  • 2. Steht bei jedem Merkmal dabei, was der Kunde davon hat?
  • 3. Würde ein Kunde die Überschrift so am Telefon sagen?
  • 4. Versteht man die Seite, wenn man am Handy nur Überschriften und fette Wörter liest?
  • 5. Sind die zwei, drei häufigsten Einwände beantwortet – dort, wo sie entstehen?
  • 6. Hat diese Leistung eine eigene Seite, deren Überschrift den Suchbegriff Ihrer Kunden enthält?
  • 7. Gibt es nach jedem wichtigen Abschnitt einen nächsten Schritt, dessen Knopftext sagt, was passiert?

Jedes „Nein“ ist ein konkreter Ansatzpunkt. Fangen Sie beim ersten Absatz an: Schreiben Sie ihn so um, dass er die Lage Ihres Kunden in seinen Worten beschreibt. Und wenn Sie wissen wollen, wie Ihre Seite auf jemanden wirkt, der Ihren Betrieb nicht kennt, lesen wir sie gern gemeinsam mit Ihnen – im kostenlosen Erstgespräch.

Fazit

Besucher suchen auf Ihrer Website keine Leistungsliste, sondern die Lösung für ihr Problem. Website-Texte verkaufen, wenn sie beim Problem des Kunden beginnen, die Lösung als Nutzen beschreiben, mit einem überprüfbaren Beleg stützen und mit einem klaren nächsten Schritt enden. Kundensprache statt Jargon sorgt dafür, dass sich der Richtige gemeint fühlt; eine überfliegbare Gliederung, dass er am Handy dranbleibt; vorweggenommene Einwände, dass er nicht kurz vor dem Ziel abspringt. Eigene Leistungsseiten mit den Suchbegriffen Ihrer Kunden machen Sie bei Google und in KI-Antworten auffindbar. Und eine Website, die zuhört, verrät Ihnen jeden Tag, in welchen Worten Ihre Kunden denken.

Genau so bauen wir Websites bei MyRocketPage: mit Texten, die entlang der Fragen Ihrer Kunden geschrieben sind, und mit einem KI-Vertriebsmitarbeiter, der Besucher anspricht, das Passende zeigt und Ihnen eine vorqualifizierte Anfrage übergibt. Ob das für Ihren Betrieb passt, klären wir ehrlich im kostenlosen Erstgespräch: über das Kontaktformular, per E-Mail an hello@myrocketpage.de oder telefonisch unter 0381 36 76 60 40.

Häufige Fragen zu Website-Texten

Wie schreibe ich Website-Texte, die Anfragen bringen?

Bauen Sie jeden Abschnitt nach dem Muster Problem, Lösung, Beleg, nächster Schritt auf. Beginnen Sie mit der Lage des Kunden in seinen eigenen Worten, beschreiben Sie dann, was Sie konkret tun und was er davon hat, belegen Sie es mit etwas Überprüfbarem und sagen Sie am Ende klar, was er jetzt tun kann.

Soll ich Website-Texte selbst schreiben oder schreiben lassen?

Das Fachwissen und die Sprache Ihrer Kunden haben nur Sie. Die Übersetzung in überfliegbare, verkaufende Texte mit passenden Suchbegriffen ist Handwerk, das Zeit kostet. Bewährt hat sich die Arbeitsteilung: Sie liefern Wissen, Kundenfragen und Freigabe, ein Profi baut daraus Struktur und Formulierung.

Wie lang sollte ein Text auf einer Leistungsseite sein?

So lang, dass alle wichtigen Fragen des Kunden beantwortet sind, und so gegliedert, dass man ihn in Sekunden überfliegen kann. Eine Leistungsseite mit klaren Zwischenüberschriften, kurzen Absätzen, Ablauf, Belegen und Antworten auf Einwände darf ausführlich sein. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern dass jeder Abschnitt eine Frage des Besuchers beantwortet.

Darf ich Fachbegriffe auf meiner Website verwenden?

Ja, wenn Ihre Kunden sie selbst benutzen oder wenn Sie sie beim ersten Auftreten erklären. Problematisch sind Begriffe, die nur in Ihrer Branche gebräuchlich sind. Nennen Sie zuerst das Wort des Kunden und dann den Fachbegriff, zum Beispiel: undichtes Dach nach dem Sturm, also eine Sturmschadenreparatur.

Wie werden meine Leistungstexte in KI-Antworten zitiert?

KI-Assistenten übernehmen am liebsten klare, in sich abgeschlossene Antworten auf konkrete Fragen. Geben Sie jeder Leistung eine eigene Seite, stellen Sie die Kernaussage in zwei, drei Sätzen an den Anfang, nennen Sie Zielgruppe, Region und Ablauf ausdrücklich und beantworten Sie typische Fragen direkt. Eine Garantie, zitiert zu werden, gibt es nicht.